Formulieren Sie vorab, welche Beobachtungen Ihre Annahme stützen müssten, und welche sie kippen. Diese Vorab-Commitments sind psychologische Leitplanken und verhindern nachträgliches Schönreden. Machen Sie die Liste kurz, messbar und erreichbar. Halten Sie Ergebnisse fest, inklusive Überraschungen. Mit der Zeit entsteht ein Korpus von Tests, der neue Ideen schneller einordnet und auf belastbare Fundamente stellt.
Behandeln Sie Ihre Überzeugungen wie Software-Artefakte: Geben Sie ihnen Versionen, changeloggen Sie Anpassungen und prüfen Sie alte Fälle erneut, wenn Neues hinzukommt. So verhindern Sie unbeabsichtigte Rückschritte. Eine kleine Regressionssuite aus Gedankenexperimenten macht sichtbar, ob frische Einsichten frühere Stärken zerstören. Stabilität wird messbar, Fortschritt nachvollziehbar, und Lernen erhält eine konkrete, motivierende Struktur.
Testen Sie nicht nur einzelne Beispiele, sondern Eigenschaften, die immer gelten sollten, etwa Konsistenz, Reversibilität oder Fairness unter Rollentausch. Diese eigenschaftsbasierten Prüfungen decken ganze Familien von Fehlschlüssen ab. Wenn eine Überzeugung solche Invarianten verletzt, ist das ein starkes Signal zur Revision. Sie gewinnen Tiefe, ohne sich in unendlichen Einzelfällen zu verlieren, und erhöhen gleichzeitig die Abdeckung Ihrer gedanklichen Testlandschaft.
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